Ärzte Zeitung, 25.11.2013

Globale Initiative

"Eradikation von Polio ohne Alternative"

Ohne die globale Eradikation von Poliomyelitis ist kein Land sicher vor Infektionen, betonen US-Ärzte angesichts eines Ausbruchs in China.

SEATTLE/ATLANTA. 2011 waren bei einem Ausbruch in der chinesischen Provinz Xinjiang 21 Fälle von schlaffen Lähmungen durch Poliowildviren bestätigt worden, berichten Forscher um Dr. Wei-Zhong Yang vom Chinese Center for Disease Control and Prevention in Beijing (NEJM 2013; 369:1981).

Es gab damals weitere Lähmungen und Virusnachweise bei Kontaktpersonen von Betroffenen. Die Feintypisierung der Erreger legt eine Einschleppung aus Pakistan nahe.

Bereits drei Wochen nach Bestätigung des Ausbruchs startete ein riesiges Impfprogramm, berichten Dr. Trevor Mundel von der Bill and Melinda Gates Foundation und Dr. Walter A. Orenstein in einem Editorial (NEJM 2013, 369: 2045).

Fast 44 Millionen Dosen wurden in fünf Kampagnen verimpft. Vier Wochen nach Beginn der Impfungen gab es die letzte Erkrankung.

Die Ärzte warnen vor weiteren Ausbrüchen in Entwicklungsländern. Ohne Impfprogramme gäbe es weltweit schon bald wieder 200.000 Erkrankungen jährlich, habe ein mathematisches Modell ergeben.

Mit der Globalen Polio-Eradikationsinitiative (GPEI) soll Polio bis 2018 eradiziert werden. Die dafür benötigten 5,5 Milliarden US-Dollar seien gut angelegtes Geld, so die US-Ärzte. (eis)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So viel jünger und attraktiver macht Facelifting

Wer sein Gesicht straffen lässt, will in der Regel jünger und dynamischer aussehen. Das scheint tatsächlich zu klappen. mehr »

Niedrig dosiert starten und langsam erhöhen!

Die neue Gesetzeslage zur Verordnung von Cannabis auf Kassenkosten ist beim Schmerz- und Palliativtag begrüßt worden. Ärzte mit Erfahrung mit Cannabinoiden loben vor allem den Erhalt der Therapiefreiheit. mehr »

Obamacare bleibt!

Blamage für US-Präsident Donald Trump: In letzter Minute zogen die Republikaner die Abstimmung über die geplante Gesundheitsreform zurück. Gerade auch, weil die Zustimmung aus den eigenen Reihen fehlte. mehr »