Ärzte Zeitung, 14.09.2004

BUCHTIP

Neue Therapien bei Mykosen

Das Angebot an Antimykotika hat sich in nur drei Jahren stark vergrößert. So erweitern Substanzen wie Voriconazol und Caspofungin sowie Itraconazol zur intravenösen Applikation die therapeutischen Möglichkeiten bei Patienten mit Systemmykosen.

Auch für die lokale Behandlung bei Pilzinfektionen sind neue Darreichungsformen, etwa Ciclopiroxolamin als Shampoo oder ein Bifonazol-Gel, hinzugekommen. Grund genug für die Berliner Professoren Hans-Jürgen Tietz vom Institut für Pilzerkrankungen und Wolfram Sterry von der Charité, ihr handliches und übersichtliches Nachschlagewerk "Antimykotika von A - Z" zum dritten Mal aufzulegen.

Die Mykologen haben 88 Veränderungen und Ergänzungen zur vorigen Ausgabe vorgenommen und dabei nicht nur die überarbeiteten Therapierichtlinien zur Onychomykose, Tinea capitis und Vulvovaginalkandidose, sondern auch neue Erregerarten wie Candida dubliniensis und Candida africana berücksichtigt. Herausgekommen ist wieder ein informatives, preisgünstiges Buch, das den Praxisalltag bereichert und erleichtert. (hsr)

Hans-Jürgen Tietz, Wolfram Sterry: Antimykotika von A - Z, Anwendung und Pharmakologie; Georg Thieme Verlag Stuttgart New York 2004; 3., neu bearbeitete und erweiterte Auflage, 139 Seiten, Euro 19,95. ISBN 3-13-137793-3

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »