Ärzte Zeitung, 03.09.2009

EU-Politiker Liese drängt auf klare Impfempfehlung

BRÜSSEL (spe). "Das Chaos um die Empfehlung zur Impfung gegen die Neue Grippe, muss dringend beendet werden." Dies forderte der gesundheitspolitische Sprecher der christdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament (EP), Dr. Peter Liese.

Damit zielte Liese vor allem auf Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. Die SPD-Politikerin hatte kürzlich dazu geraten, Kinder erst im Frühjahr zu impfen. Mit einem erhöhten Krankheitsrisiko durch die Schweinegrippe sei jedoch bereits im Herbst oder Winter zu rechnen, so Liese. "Eine Impfung im Frühjahr macht daher wenig Sinn."

Der Christdemokrat verwies darauf, dass sowohl der Gesundheitssicherheitsausschuss der EU als auch die Weltgesundheitsorganisation empfehlen, Personen ab sechs Monate, die an chronischen Krankheiten wie Atemwegserkrankungen oder Herzerkrankungen leiden, vorrangig zu impfen.

Liese kritisierte, dass der Wirkstoff Oseltamivir (Tamiflu®) in Deutschland derzeit nur in Kapselform angeboten werde. Dies erschwere eine auf die spezifischen Bedürfnisse des kindlichen Stoffwechsels abgestimmte Dosierung, so der Arzt und EU-Politiker.

Weitere aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Neue Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »