Ärzte Zeitung, 04.11.2004

Proteinvariante kann Tumoren aushungern

BRISTOL (ple). Britische Forscher haben in gesundem Gewebe einen Faktor identifiziert, der das Tumorwachstum verhindern kann.

Es ist eine neue Form des Gefäßwachstumsfaktors VEGF (vascular endothelial growth factor), der normalerweise für neue Gefäße sorgt und dadurch Tumoren am Leben erhält. Die neue Form jedoch, als VEGF-165b bezeichnet, hemmt jene Gefäße, die es möglich machen, daß ein Tumor größer als ein Millimeter im Durchmesser werden kann (Cancer Research 64/21, 2004, 7822).

VEGF-165b wurde zum Beispiel in der Prostata, aber nicht in Prostata-Tumoren gefunden. In Zellkulturen verhindert das Protein das Wachstum von Tumorzellen. Nach Ansicht der Forscher um Dr. Dave Bates und Dr. Steve Harper von der Universität Bristol könnte man eines Tages Tumoren mit diesem Faktor aushungern.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »