Ärzte Zeitung, 13.06.2007

Erfolge mit Hyperthermie bei Weichteilkrebs

MÜNCHEN (dpa). Bei der weltweit ersten klinischen Studie mit Weichteilkrebs-Patienten habe die regionale Hyperthermie (RHT) sehr gute Erfolge gebracht. Das hat Professor Rolf D. Issels vom Universitätsklinikum Großhadern berichtet.

Bei der vor zehn Jahren gestarteten Studie mit 341 Patienten sprachen 37 Prozent bei der Überwärmungstherapie an, bei der Standardtherapie waren es nur 12 Prozent. Signifikant mehr Patienten konnten nach der Hyperthermiebehandlung mindestens fünf Jahre krankheitsfrei leben. Die Hyperthermie sei aber nur anwendbar bei großen Tumoren, die keine Metastasen gebildet haben.

"Wir müssen jetzt dafür sorgen, dass wir für dieses Therapieverfahren Einrichtungen schaffen", sagte Issels. Bisher ist RHT bei Weichteilkrebs nur an fünf großen Zentren in Deutschland möglich, darunter an der Berliner Charité. Zudem seien die Kassen nun aufgefordert, die Kosten für die Methode zu übernehmen, so Issels.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Therapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »