Ärzte Zeitung, 21.11.2008

Visionen für den besseren Einblick

Mit Kombinationen von Sono, MRT oder CT lässt sich präziser operieren und therapieren

DÜSSELDORF (mut). In Zukunft wird mit multimodaler Bildgebung nicht nur die Diagnostik, sondern auch die Therapie verbessert. So können Chirurgen mit bildgestützter Navigation präziser als bisher operieren.

Hier führen CT-Daten, Sonografie und optische Bilder zielsicher zum Tumor. Fotos (2): sbra

Ein Verfahren des Instituts für Robotik und Kognitive Systeme in Leipzig soll Ärzte bei laparoskopischen Eingriffen unterstützen. Aus CT-Daten wird ein 3D-Modell, etwa der Leber erzeugt, in dem Metastasen markiert sind. Dieses Modell wird auf einem Monitor während der Op zugleich mit UItraschall- und Endoskopiebild angezeigt.

Ein vorberechneter Kanal weist der Sonde den Weg.

Über ein Trackingsystem sieht der Arzt, wo er sich mit seinen Instrumenten in dem Modell befindet - und kann so präzise auf die Tumoren zusteuern. Ein ähnliches System entwickelt auch die FH Gelsenkirchen zur Gehirn-Op. In einem 3D-Modell aus CT-Daten wird ein Weg berechnet, über den sich eine Sonde zur Tumortherapie so ins Hirn einführen lässt, dass sie wichtige Hirnareale verschont. Ein Trackingsystem zeigt während der Op, ob sich der Arzt mit der Sonde im berechneten Kanal befindet.

Neu ist auch ein MRT mit integriertem Ultraschall-Roboter von GE Healthcare und Insightec. Der Roboter in der Röhre kann unter MRT-Kontrolle auf Tumoren zusteuern und sie mit fokussiertem Ultraschall zerkochen.

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