Ärzte Zeitung, 01.03.2012

Darmkrebs wird bis 2030 stark zunehmen

Bis zum Jahr 2030 wird Darmkrebs stark zunehmen

MÜNCHEN (eb). Zum Darmkrebsmonat März möchte die Felix Burda Stiftung Hausärzte, die ja eine Schlüsselstelle in der Prävention innehaben, mit einer einfachen Aktion einbinden.

"Drucken Sie die Fragebögen zum familiären Risiko bei Darmkrebs aus und bitten Sie Ihre Helferin, jedem Patienten ein Blatt auszuhändigen, damit er es gleich im Wartezimmer ausfüllt!"

Diesen Appell richtet Dr. Christa Maar, Vorstand der Felix Burda Stiftung, an alle Hausärzte. Dann könnten sie gleich sehen, ob ein Risiko vorliegt und bei der Konsultation eventuell eine Vorsorge-Untersuchung anregen, sagte Maar im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung".

Die Fragebögen gibt's auf der Homepage der Stiftung in sechs Sprachen, "Darmkrebs" anklicken.

Etwa vier Millionen Menschen in Deutschland haben Verwandte ersten Grades mit Darmkrebs und sind daher gefährdet, zehn Jahre früher zu erkranken als der Durchschnitt: schon im Alter von 40 bis 45. Die vorgezogene Früherkennung sei bereits in der neuen S3-Leitlinie berücksichtigt.

Weitere Schwerpunkte der Märzkampagne und der Stiftungsarbeit allgemein sind die Prävention bei Männern, die betriebliche Vorsorge und das Einladungsverfahren. Höhere Koloskopiezahlen sind dringend wünschenswert, zumal nach einer aktuellen Studie der Universität Greifswald die Darmkrebsinzidenz bis 2030 drastisch steigt, etwa bei Männern in Bayern um 40 Prozent.

Das Screening bei Darmkrebs steht daher auch auf der Tagesordnung der Gesundheitsministerkonferenz im Juni.

Lesen Sie dazu auch das Interview:
Kleine Schritte gegen Darmkrebs

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »