Ärzte Zeitung, 12.11.2009

Bessere Chancen für Empfänger von Nabelschnurblut

LEIDEN (ple). Auch wenn die wichtigsten Gewebemerkmale zwischen Spender und Empfänger nicht weitgehend übereinstimmen, gelingt es, erfolgreich Nabelschnurblut zu transplantieren.

Das geht aus einer niederländischen Studie hervor, in der das Transplantationsergebnis bei mehr als 1000 Empfängern von Nabelschnurblut analysiert worden ist (PNAS online).

Gute Transplantationsergebnisse trotz unterschiedlicher Merkmale zwischen Spendern und Empfängern wurden in der Analyse bei jenen Nabelschnurblut-Empfängern registriert, die in einigen Antigenmerkmalen mit den jeweiligen Müttern identisch waren. Solche Antigene waren auch im Nabelschnurblut nachweisbar. Die Merkmale, etwa HLA-A- oder -B-Antigene, können in die Blutbahn der noch Ungeborenen gelangen und eine Immuntoleranz auslösen. Allerdings sind derzeit die genauen molekularen und zellulären Abläufe, die Grundlage der erfolgreichen Transplantationen sind, noch unklar, berichten die Forscher um Professor Jon J. van Rood aus Leiden.

In der Studie war das relative Risiko, binnen drei Jahren aufgrund der Transplantation zu sterben, bei jenen Patienten, deren Gewebemerkmale zumindest mit denen der Mütter übereinstimmten, um 60 Prozent reduziert. Vergleichsgruppe waren Patienten ohne Übereinstimmung in den Gewebemerkmalen der Mütter.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »