Taxan-Therapien bei Brustkrebs sind ähnlich verträglich

MÜNCHEN (sto). Die Frage, ob die kombinierte oder die sequenzielle Behandlung mit Anthrazyklinen und dem Taxan Docetaxel bei Frauen mit Brustkrebs wirksamer ist, kann vorerst noch nicht beantwortet werden. Es gibt aber erste Daten zur Verträglichkeit, wonach das Nebenwirkungsprofil der beiden Behandlungsschemata ähnlich ist.

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Über dieses Ergebnis der der BCIRG 005-Studie hat Professor Wolfgang Eiermann aus München bei einem Symposium von Sanofi-Aventis in München berichtet. An der Studie nehmen 3298 Frauen mit HER2/neu-Rezeptor-negativem Mamma-Ca teil. Sie erhielten nach der Op entweder Docetaxel plus Doxorubicin plus Cyclophosphamid (TAC-Schema) über sechs Zyklen oder Doxorubicin plus Cyclophosphamid über vier Zyklen, gefolgt von vier Zyklen Docetaxel (AC-T).

Die Nachbeobachtung beträgt zehn Jahre. Verglichen wird das krankheitsfreie Überleben in den beiden Behandlungsgruppen. Eine erste Zwischenanalyse war nach 344 Ereignissen (Rezidiv, sekundäres Malignom, Tod) vorgesehen.

Nach 30 Monaten Follow-up waren 392 Ereignisse registriert. Daten, die eine Bewertung der Effizienz der beiden Therapieschemata mit Docetaxel (in Deutschland als Taxotere® erhältlich) ermöglichen, wurden aber noch nicht präsentiert. Offenbar sei die Nachbeobachtungszeit noch zu kurz, um die Effektivität beurteilen zu können, so Eiermann.

Es gibt aber bereits Daten zur Toxizität. Danach ist der Anteil der Frauen mit Neutropenie in beiden Studienarmen mit 60 Prozent gleich groß, wie Eiermann berichtete. Obwohl die Rate febriler Neutropenien mit TAC (18 Prozent) höher war als mit AC-T (9 Prozent), war die Rate neutropenischer Infektionen in beiden Armen ähnlich (knapp 9 versus 8 Prozent). Nicht-hämatologische Toxizitäten wie Neuropathie und Myalgie waren bei AC-T stärker ausgeprägt.

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