Ärzte Zeitung, 27.03.2008

Bei hohem Risiko für Brust-Ca MRT oft falsch-positiv

NIJMEGEN (gwa). Fünf von sechs krebsverdächtigen MRT-Befunden bei Frauen mit erhöhtem Brustkrebs-Risiko sind falsch-positiv. Allerdings haben verdächtige Befunde wenig Einfluss auf die Entscheidung von Frauen, sich prophylaktisch mastektomieren zu lassen

Forscher der Universität in Nijmegen erhoben Daten von 196 Frauen mit BRCA1- oder BRCA2-Mutationen. Bei der ersten Untersuchung sagten 30 Prozent von ihnen, dass sie eine prophylaktische Mastektomie wünschten; die anderen - bis auf drei ohne Präferenz - wollten Untersuchungen alle sechs Monate (Annals of Oncology 19, 2008, 655).

Bei 41 Prozent der Frauen ergaben Mammografie oder MRT verdächtige Befunde; bei 17 wurde Brustkrebs festgestellt. Allerdings: Bei 83 Prozent der positiven MRT-Ergebnisse konnte kein Krebs nachgewiesen werden.

Verdächtige Befunde hatten aber kaum Einfluss auf die Entscheidung pro oder contra Op: Nachdem bei einigen ein verdächtiger Befund festgestellt worden war, ließen sich in der Gruppe mit Op-Präferenz fast alle Frauen operieren; jedoch nur 30 Prozent in der Überwachungsgruppe.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Gröhes Sonnenschein-Politik

Bei der Eröffnung des Ärztetags weiß sich der Gesundheitsminister bei Partnern. Kritik hat Gröhe nur für den Koalitionspartner übrig und freut sich auf ein Wiedersehen beim Ärztetag 2018. mehr »

Berichte, Videos und Tweets rund um den Deutschen Ärztetag

Begleiten Sie den 120. Deutschen Ärztetag in Freiburg mit uns online. Die "Ärzte Zeitung" berichtet vom 23.-26.5. live und aktuell über alle wichtigen Ereignisse und Debatten. mehr »

"Turbolader einer Zwei-Klassen-Medizin"

Die Einheitsversicherung als Garant für Gerechtigkeit im Versorgungssystem? Aus Sicht von BÄK-Präsident Professor Frank Ulrich Montgomery eine fatale Fehleinschätzung. Die "Ärzte Zeitung" dokumentiert Auszüge aus seiner Ärztetags-Eröffnungsrede. mehr »