Ärzte Zeitung, 06.07.2009

Magenschutz auch bei niedrig dosierter ASS?

GLASGOW (hub). Magenschutz nützt auch Patienten mit niedrig dosierter ASS-Therapie. Das hat eine Studie mit 404 Patienten ergeben, die zwischen 75 und 325 mg ASS pro Tag zum Herzschutz einnahmen. Eine Hälfte erhielt den H2-Rezeptorantagonisten Famotidin, die andere Hälfte Placebo. Nach zwölf Wochen wurden alle Patienten endoskopisch untersucht.

Die Ergebnisse: Magenulzera hatten drei Prozent der Patienten in der Verumgruppe, in der Placebogruppe waren es 15 Prozent. Im Duodenum oder oberen Dünndarm hatte nur ein Patient (0,5 Prozent) mit dem Säurehemmer einen Ulkus, mit Placebo waren es 17 Prozent. Unterschiede fanden die Forscher aus Großbritannien auch bei Ösophagus-Ulzera mit 9 versus 15 Prozent.

Die Studie wird in der kommenden Ausgabe von "The Lancet" publiziert, teilt das Fachmagazin mit.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »