Ärzte Zeitung, 25.03.2004

BUCHTIP

Umfassendes zur Bipolaren Störung

Depression und Exaltation kannten bereits Philosophen, Dichter und Ärzte des Altertums. Hippokrates hat beide menschlichen Gemütszustände erstmals wissenschaftlich systematisch beschrieben und sie vor allem auf körperliche Ursachen zurückgeführt.

Die alte klassische Literatur und darin enthaltene Ansichten über bipolare und depressive Erkrankungen können mit modernen datengestützten Forschungsergebnissen verbunden werden. Dies ist das Ziel von Professor Andreas Marneros von der Universität Halle-Wittenberg auch in der von ihm sowie 20 weiteren Autoren aktualisierten zweiten Auflage seines Buchs zu dem Thema geblieben.

Das 781 Seiten starke "Neue Handbuch der bipolaren und depressiven Erkrankungen", das sich an Allgemeinärzte ebenso richtet wie an Psychiater, Neurologen und Psychologen, bietet historische, traditionelle und moderne Forschungsergebnisse. Das Werk informiert in bewährter Weise umfassend über die Differentialdiagnostik als Basis für eine wirksame Therapie bei bipolaren Störungen und Depressionen.

Berücksichtigt werden dabei die auf diesen Gebieten gemachten Fortschritte. Kapitel zur Hypomanie, Neuropsychologie und Genetik sowie zu biologischen Befunden und akuten polymorphen Psychosen tragen diesen Entwicklungen Rechnung. Mit 123 Seiten sehr umfangreich geworden ist das Literaturverzeichnis: Ein bibliographischer Fundus klassischer und moderner Quellen. (hsr)

Andreas Marneros: Das neue Handbuch der bipolaren und depressiven Erkrankungen; Georg Thieme Verlag Stuttgart New York 2004; 2., aktualisierte Auflage, 781 Seiten, 31 Abbildungen, 115 Tabellen, gebunden,59,95 EUR, ISBN 3-13-109092-8

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Auch mit Kind zügig möglich"

Eine Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »