Ärzte Zeitung, 09.06.2004

Anweisungen per Handy bei Not-Op

SYDNEY (dpa). Mit Hilfe von Anweisungen per Handy hat der australische Landarzt Jeff Taylor eine heikle Operation gemeistert und so einen schwer verletzten Jungen gerettet.

Der Elfjährige hatte nach einem Unfall in dem kleinen Ort Naracoorte in Südaustralien eine gefährliche Hirnschwellung erlitten. Statt auf einen Gehirnchirurgen aus dem 300 Kilometer entfernten Adelaide zu warten, ließ sich Taylor von einem Experten den schwierigen Eingriff Schritt für Schritt am Handy erklären.

Er bohrte den Schädel auf und verwendete dabei einen mehr als 15 Jahre alten Bohrer. Das meldete gestern die australische Nachrichtenagentur AAP. Der Junge sei nun wohlauf und erhole sich, hieß es weiter.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Bundestag macht den Weg frei für Cannabis auf Rezept

13:12Ärzte können Hanf als verschreibungspflichtiges Medikament verordnen. Nach jahrelanger Debatte hat das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu geregelt. Krankenkassen müssen die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »