Ärzte Zeitung, 29.01.2007

BUCHTIPPP

Psychopharmaka in der Praxis

Der Behandlung mit Psychopharmaka wird auch heute noch häufig Skepsis entgegengebracht. Und zwar nicht nur von Patienten, auch von manchen Therapeuten. Mit ihrem Buch "Psychopharmakotherapie" wenden sich die Göttinger Nervenärzte Dr. Ulrike Schäfer und Professor Eckart Rüther deshalb vor allem an ärztliche und psychologische Psychotherapeuten.

Schäfer und Eckart geben in knapper Form eine Übersicht über die Entstehungsbedingungen psychischer Störungen, über das Wechselspiel von Neurobiologie und Psyche sowie über Wirkmechanismen der aktuell zugelassenen Substanzen zu verschiedenen Indikationen. Sie räumen mit einigen Vorurteilen auf und betonen, dass sich Psychopharmakotherapie und Psychotherapie ergänzen können.

Das Buch ist gut verständlich und aus dem Blickwinkel der täglichen Praxis heraus geschrieben. Deshalb, und weil es sich auf wesentliche Informationen beschränkt, eignet es sich auch gut für Medizinstudenten. (ner)

Schäfer, U.; Rüther, E.: Psychopharmakotherapie, Vandenhoeck & Ruprecht 2006, 150 Seiten, Preis: 26,90 Euro, ISBN 3-525-46261-1

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »