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Kommentar

Frühe Therapie lohnt sich

Von Thomas Müller Veröffentlicht:

Was bei Alzheimer und MS längst bekannt ist, gilt nun offenbar auch für Parkinson: Je früher die Patienten behandelt werden, um so besser für sie. Denn der Verlauf der Erkrankung lässt sich durch eine frühe Behandlung verzögern.

Sicher, absolut wasserdicht ist der Nachweis nicht, der jetzt erstmals in der ADAGIO-Studie für ein Parkinson-Medikament gelungen ist. So erscheint es zunächst paradox, dass zwar für die 1-mg-Dosierung, nicht aber für die 2-mg-Dosierung von Rasagilin eine signifikante Verzögerung des Krankheitsverlaufs beobachtet wurde.

Als plausibelste Erklärung nennen die Studienautoren eine stärkere symptomatische Wirksamkeit der höheren Dosis, die den schwächeren Effekt auf die Krankheitsprogression maskiert, was daran liegen könnte, dass die Patienten alle noch in einem sehr frühen Stadium waren. So ließ sich in der Quartile mit den am stärksten erkrankten Patienten auch mit der 2-mg-Dosierung eine signifikante Progressionsverzögerung beobachten, dies war auch in der kleineren TEMPO-Studie mit Rasagilin der Fall, an der stärker kranke Patienten teilnahmen.

Vieles spricht also dafür, dass der Effekt kein Artefakt ist. Man darf nun gespannt darauf sein, was Studien mit anderen Medikamenten ergeben.

Lesen Sie dazu auch: Morbus Parkinson lässt sich bremsen

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