Ärzte Zeitung, 05.07.2007

MS-Therapie oft erst ein Jahr nach Symptombeginn

FRANKFURT/MAIN (hbr). Bei Multipler Sklerose (MS) wird ein möglichst früher Beginn der Behandlung empfohlen. Aber bei jedem zweiten Patienten vergeht mindestens ein Jahr zwischen den ersten Symptomen und dem Therapiestart. Das geht aus den Ergebnissen einer aktuellen Internet-Umfrage bei MS-Patienten hervor. Die Ergebnisse hat Privatdozent Sigbert Jahn von Serono in Frankfurt am Main vorgestellt.

Die Befragung erfolgte unter Besuchern der Webseite www.leben-mit-ms.de, die mit etwa 50 000 Zugriffen pro Monat viele der Betroffenen erreicht. 432 Patienten füllten den nach dem Multiple-Choice-Prinzip aufgebauten Fragebogen aus.

Den Daten zufolge suchten zwar 80 Prozent der MS-Patienten in den ersten drei Monaten nach Symptombeginn einen Arzt auf. Bei 39 Prozent wurde auch - den Leitlinien entsprechend - parallel zur Diagnose mit der Therapie begonnen. Aber bei 52 Prozent verging mehr als ein Jahr bis zum Therapiestart. "Das ist zu lang für diese Krankheit", so Jahn.

Topics
Schlagworte
Multiple Sklerose (695)
Krankheiten
Multiple Sklerose (1067)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »