Ärzte Zeitung, 25.09.2007

Rauchverbot - Ärger im Hospiz

FRANKFURT/MAIN (Smi). Weil ihnen in ihrem Hospiz das Rauchen verboten wurde, sind einige Patienten aus der Einrichtung in York wieder ausgezogen, um daheim zu sterben. Das berichtet die britische Agentur Ananova.

Nach Inkrafttreten eines öffentlichen Rauchverbots im Juli wurde den englischen Hospizen freigestellt, in ihren Einrichtungen Raucherzimmer einzurichten. Das St. Leonard‘s Hospiz in York entschied sich jedoch für ein generelles Rauchverbot. Daraufhin zogen mehrere Patienten nach Hause. Ärzte reagierten empört und verlangten von den Hospiz-Stiftern, ihre Anordnung zu überdenken.

"Der Arzt in mir würde nie zum Rauchen ermutigen", sagte Dr. Brian McGregor, Vize-Präsident der örtlichen Medizin-Kommission. "Aber für jemanden, dem die Medizin nicht mehr helfen kann, macht die Entscheidung keinen Sinn." Das Hospiz rechtfertigte die Maßnahme damit, dass dem allgemeinen Rauchverbot intensive Beratungen mit dem Personal, den Patienten, Besuchern und externen Stellen vorausgegangen seien.

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