Ärzte Zeitung, 14.07.2008

Etwa 100 000 Spielsüchtige in Deutschland

KÖLN (dpa). Gut die Hälfte der Deutschen beteiligt sich einer repräsentativen Umfrage zufolge an Glücksspielen, Männer häufiger als Frauen. Etwa 100 000 Menschen in Deutschland seien glücksspielsüchtig, teilte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Köln mit. Weitere 225 000 Menschen liefen Gefahr, ebenfalls ein krankhaftes Glücksspielverhalten zu entwickeln.

55 Prozent der 10 000 Befragten gaben an, in den vergangenen zwölf Monaten einmal oder mehrmals ein Glücksspiel gespielt zu haben. Bei den Männern waren es 60 Prozent, bei den Frauen 50 Prozent. Am weitesten verbreitet sind die Zahlenlotterien Lotto 6 aus 49, Super 6 und Spiel 77.

Die Direktorin der Bundeszentrale, Elisabeth Pott, sagte, sie betrachte vor allem die Ausbreitung des Poker-Spielens und die Zunahme von Glücksspielangeboten im Internet mit großer Sorge. "Von diesen Angeboten werden in nicht unerheblichem Maße auch Jugendliche angezogen, die nach dem Jugendschutz keinen Zugang zu Glücksspielangeboten haben dürfen", sagte sie.

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