Ärzte Zeitung, 05.06.2015

Rauchen

Kohlenmonoxid-Vergiftung durch Shisha-Konsum

LEIPZIG. Das Uniklinikum Leipzig (UKL) weist auf mögliche Kohlenmonoxid-Vergiftungen bei Shisha-Konsum hin. Der Glaube, bei Shisha-Konsum entstehe weniger giftiger Rauch als durch Zigaretten, sei weit verbreitet.

Die subjektive Empfindung mag daher rühren, dass der inhalierte Rauch durch Wasser abgekühlt im Mund ankommt und von den oberen Atemwegen daher als weniger reizend besser vertragen wird, heißt es in der Mitteilung.

"Tatsächlich werden aber genauso viel Teer und krebsauslösende Giftstoffe aufgenommen wie bei Zigaretten", wird Dr. Karsten Kluba zitiert, Leiter des Hyperbarmedizinischen Zentrums zitiert. "Die aufgenommene Menge an Kohlenmonoxid kann sogar vergleichsweise die zehnfache Dosis betragen."

Auch eine potenziell tödliche Kohlenmonoxid-Vergiftung könne die Folge sein, so das UKL. In der Druckkammer am UKL sei jüngst ein Patient mit Kohlenmonoxid-Vergiftung durch Shisha-Konsum erfolgreich behandelt worden. (eb)

Topics
Schlagworte
Suchtkrankheiten (2887)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

Psychotherapie-Richtlinie steht vor holprigem Start

Der Start der neuen Psychotherapie-Richtlinie am 1. April löst bei den Beteiligten keine Begeisterung aus. Die Kritik überwiegt. Lesen Sie die aktuellen EBM-Ziffern. mehr »