Ärzte Zeitung, 18.01.2005

Erfolgreiche Schmerzforscher wurden geehrt

Förderpreise beim Schmerzkongreß in Leipzig verliehen / Forschung etwa zu Morbus Sudeck

LEIPZIG (eb). Mit dem Förderpreis für Schmerzforschung 2004 sind kürzlich drei deutsche und ein britischer Forscher beim Deutschen Schmerzkongreß in Leipzig ausgezeichnet worden. Die vom Unternehmen Grünenthal gestifteten Auszeichnungen sind mit jeweils 7000 Euro (1. Preis) und 3500 Euro (2. Preis) dotiert und werden jährlich von der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS) bei deren Jahrestagung verliehen.

Für seine Arbeit zum Komplex-Regionalen Schmerzsyndrom (CRPS), früher als Morbus Sudeck oder Kausalgie bezeichnet, hat Dr. Christian Maihöfner von der Universität Erlangen-Nürnberg den 1. Preis in der Kategorie Klinische Forschung bekommen. Maihöfner konnte nachweisen, daß die Schmerzhaftigkeit und die Ausdehnung der Erkrankung bei Patienten mit CRPS an der Hand mit einer Verkleinerung der Handrepräsentation im Gehirn korreliert. Die Normalisierung der Größenverhältnisse geht umgekehrt mit einer Minderung der Schmerzen parallel.

Mit Preisen in der Kategorie Grundlagenforschung sind Ulrike Depner, ebenfalls von der Uni Erlangen-Nürnberg, die Forscher um Dr. Zoltan Gerevich von der Uni Leipzig und Dr. Robert J. Harvey von der School of Pharmacy in London geehrt worden. Ulrike Depner etwa hat die alpha3-Glycin-Rezeptoren identifiziert, die bei der Prostaglandin E2 vermittelten entzündlichen Schmerzsensibilisierung wichtig sind.

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