Ärzte Zeitung, 14.05.2007

Stromreize per TENS lindern Geburtsschmerz

TAOYOUAN (mut). Mit leichten Stromreizen an Akupunkturpunkten lassen sich die Schmerzen der Mütter bei einer Geburt deutlich lindern - nicht so gut aber bei Reizen an anderen Punkten.

In einer Placebo-kontrollierten Studie mit über 100 Frauen hatten Forscher aus Taiwan versucht, die Schmerzen während der Geburt mit Transkutaner Elektrischer Nervenstimulation (TENS) zu lindern. Zu Beginn der Eröffnungsphase erhielten die Frauen entweder eine TENS-Behandlung an zwei Akupunkturpunkten oder an anderen Punkten (TENS-Placebo). Die Akupunkturpunkte waren beidseitig der Hegu (Li4) und der Sanyinjiao (Sp6). Die Schmerzen wurden mit einer zehnteiligen visuellen Analogskala erfasst.

Das Ergebnis: Eine Schmerzreduktion um drei Punkte gelang bei 62 Prozent der Frauen mit der TENS-Akupunktur, aber nur bei 14 Prozent mit TENS-Placebo. 24 Stunden nach der Geburt wurden die Mütter befragt, ob sie die Methode beim nächsten Kind wieder anwenden würden. 96 Prozent mit TENS-Akupunktur stimmten mit Ja, jedoch nur 66 Prozent mit TENS-Placebo.

Die Forscher aus Taoyuan halten die TENS an den beiden Akupunkturpunkten daher für eine gute zusätzliche Option, um Schmerzen in der ersten Geburtsphase zu lindern (Pain 27, 2007, 214).

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »