Ärzte Zeitung, 14.06.2010

Botulinumtoxin lindert wirksam Nervenschmerzen

NEU-ISENBURG (eis). Patienten mit Thoracic-outlet-Syndrom (TOS) kann eine Botulinumtoxin-Therapie offenbar eine Operation ersparen. Bei 27 Betroffenen besserten sich die starken Schmerzen nach Injektion von 20 Einheiten Botox® in den Scalenus anterior drei Monate lang deutlich (Pain Medicine 2010; 11: 504). 

Das sei für Patienten ein großer Fortschritt, denn sie könnten wieder ihre Haare kämmen oder ihre Zähne putzen, berichten die behandelnden Ärzte. Beim TOS liegt eine Kompression eines Gefäßnervenbündels, bestehend aus Plexus brachialis, der Arteria subclavia und der Vena subclavia vor. Als Symptome sind Schmerzen, Sensibilitätsstörungen und Lähmungen möglich. Die Operation ist auf Beseitigung der Engstelle ausgerichtet, beispielsweise die Entfernung einer vorhandenen Halsrippe.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »