Ärzte Zeitung, 10.04.2008

Ohne Mark heilen Knochen schneller

NEW HAVEN. (hub). Einer neuen Technik, Knochen nach Brüchen oder Verletzungen schneller heilen zu lassen, sind Forscher der Yale-Universität auf die Spur gekommen. In Experimenten mit Ratten entfernten sie das Knochenmark aus der Nähe der Bruchstellen an den Oberschenkeln. Einem Teil der Tiere wurde dann Parathormon (PTH) injiziert, welches die Knochenneubildung stimuliert (Tissue Eng 14, 2008, 237).

Nach zwei Wochen zeigte sich in den Röntgenbildern, dass sich neuer Knochen in dem vom Mark befreiten Hohlraum bildete. Allerdings wurden in der nicht mit PTH behandelten Gruppe die neu gebildeten Knochenzellen ab der dritten Woche vom wiederkehrenden Knochenmark teilweise absorbiert. In der PTH-behandelten Gruppe kehrte das Mark nicht zurück. Weitere Experimente sollen folgen und schon Ende des Jahres wollen die Forscher das Verfahren auch bei Menschen testen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Gluten kann auch Reizdarm verursachen

Wenn Reizdarmpatienten, die nicht an Zöliakie leiden, über glutenabhängige Beschwerden klagen, kann das ein Noceboeffekt sein. Es kann sich aber um etwas anderes handeln. mehr »

Entlassmanagement krankt an schlechter Kommunikation

Kaum in Umlauf, gerät der Medikationsplan in die Kritik. Ärzte fordern, Webfehler im System zu beheben. mehr »

So hoch ist der Diabetiker-Anteil in den 16 Bundesländern

In Deutschland leben mehr Menschen mit Diabetes als bisher geschätzt: Inzwischen leidet rund jeder zehnte GKV-versicherte Bundesbürger an Diabetes. mehr »