Ärzte Zeitung, 16.05.2007

Östrogen bestimmt auch bei Männern Osteoporoserisiko

NEW YORK (ddp). Je höher die Werte von Östrogen und seiner Stoffwechselprodukte bei älteren Männern sind, desto dichter und fester sind ihre Knochen. Das haben US-Mediziner um Dr. Nicola Napoli von der Washington-Universität in St. Louis herausgefunden.

Männer mit festen Knochen sind besser gegen Wirbelfrakturen, Schenkelhalsfrakturen oder Handgelenkfrakturen gewappnet, so die Forscher (Calcified Tissue International 80, 2007, 227). Sie hatten bei 61 gesunden Männern im Alter um die 66 Jahre die Werte von Östrogen und seiner Stoffwechselprodukte in Urin und Blut bestimmt.

Zudem wurde in der Studie belegt, dass die Knochendichte umso höher ist, je höher auch der Body-Mass-Index (BMI) ist. Die Forscher erklären sich das damit, dass die Östrogenspiegel vermutlich auch mit dem BMI korrelieren. Alkohol, Rauchen und die tägliche Kalziumdosis schienen hingegen keinen Einfluss auf die Knochendichte zu haben.

Etwa acht Prozent aller alten Männer haben Osteoporose.

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