Ärzte Zeitung, 06.09.2012

Erektile Dysfunktion

β-Blocker als Ursache überschätzt?

Probleme mit der Potenz bei Hypertonie: Liegt es womöglich an Betablockern? Ein Kardiologe sieht den Beweis noch lange nicht erbracht.

KÖLN (eb). Männer mit Hypertonie haben gehäuft eine erektile Dysfunktion.

Viele sehen den Grund in ß-Blockern, doch war in Studien die ED-Prävalenz damit nicht höher als etwa mit Diuretika, berichtet Professor Erland Erdmann aus Köln (Der Internist 2012; 5: 630).

In einer Studie mit 96 Männern gaben 3,1 Prozent eine ED an, wenn sie nicht wussten, welche Mittel sie einnahmen.

Wussten die Männer hingegen um die ß-Blocker, hielten 15,6 Prozent sie für ursächlich. Wurde ihnen zudem mitgeteilt, dass ß-Blocker eine ED zur Folge haben könnten, stieg die Quote auf 31,2 Prozent.

Die Therapie mit Sildenafil, die diesen Patienten daraufhin vorgeschlagen wurde, war gleich wirksam wie Placebo. Psychologische Faktoren seien bei ED nicht zu unterschätzen, so Erdmann.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

ALS ist mit Demenz eng verwandt

Stephen Hawking ist wohl der berühmteste Patient, der an Amyotropher Lateralsklerose leidet.Forscher haben nun herausgefunden, dass ALS und temporale Demenz eng verwandte Krankheitsbilder sind. Das könnte Einfluss auf das Diagnoseverfahren haben. mehr »

Innovationsfonds startet in die Versorgungsrealität

Der Innovationsfonds ist offiziell in die Umsetzungsphase gestartet. Die 300 Millionen Euro für das Jahr 2016 teilen sich 91 Versorgungs- und Forschungsprojekte. mehr »

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »