Ärzte Zeitung, 24.06.2013

World Continence Week

Aktionswoche zum Thema (In)kontinenz

Erklärtes Ziel der "World Continence Week" ist es, eine Erkrankung, unter der in Deutschland rund neun Millionen Menschen leiden, aus der Tabuzone zu holen.

KASSEL. Zum fünften Mal jährt sich 2013 die World Continence Week (WCW). Dabei werden weltweit in der letzten Juniwoche Veranstaltungen rund um das Thema Inkontinenz angeboten.

Erklärtes Ziel dieser Aktionswoche sei es, die Erkrankung, unter der in Deutschland rund neun Millionen Menschen leiden, aus der Tabuzone zu holen, teilt die Deutsche Kontinenz Gesellschaft e.V. mit.

"Von den Patienten, die zum Arzt gehen, werden nur zehn Prozent richtig behandelt", wird Professor Klaus-Peter Jünemann, Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel und Erster Vorsitzender der Deutschen Kontinenz Gesellschaft zitiert. Daher sei eine gewisse Hartnäckigkeit gegenüber den behandelnden Ärzten besonders wichtig.

Denn sogar, wenn ein Betroffener medizinisch als austherapiert gelte, könne er mit den richtigen Hilfsmitteln fast unbehindert am täglichen Leben teilhaben, betont Jünemann. Daher würden auf der World Continence Week nicht nur Patientenveranstaltungen angeboten.

"Auch Weiterbildungsangebote, die sich an Ärzte und Pflegepersonal richten, finden sich im Programm." Die Veranstaltungen werden hierzulande von der Deutschen Kontinenz Gesellschaft koordiniert. (eb)

Übersicht über die Veranstaltungen zur WCW: www.kontinenz-gesellschaft.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

Die neue Statistik der Bundesärztekammer liegt vor. Sie zeigt, wo die meisten Behandlungsfehler passierten und wie die Schlichterstelle meistens entschied. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »