Urologie

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Modul: Therapie des Testosteronmangels: Testosteronsubstitution – wann und wie?

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Ärzte Zeitung, 14.04.2004

Bei BPH spricht vieles für eine Kombitherapie

Verringerte Komplikationsrate mit Finasterid und Doxazosin

WIEN (ner). Patienten mit ausgeprägten BPH-Symptomen profitieren von einer Kombinationstherapie mit Finasterid und Doxazosin: Die Krankheit schreitet langsamer voran, es kommt seltener zu Komplikationen und es muß seltener operiert werden.

Sowohl bei bislang unbehandelten BPH-Patienten als auch bei bereits mit einem Alpha-1-Rezeptor-Blocker wie Doxazosin oder mit dem 5-alpha-Reduktasehemmer Finasterid (Proscar®) Behandelten ist die Kombinationstherapie indiziert, wenn:

  • schwere BPH-Symptome vorliegen,
  • ein hohes Progressionsrisiko besteht (Internationaler Prostata-Symptom-Wert IPSS ist größer als 19)
  • oder ein hohes Risiko besteht, daß operiert werden muß.

Dies hat Professor Andrea Tubaro aus Rom beim Urologenkongreß in Wien berichtet. Tubaro bezog sich bei einem von MSD unterstützten Symposium vor allem auf die MTOPS-Studie (Medical Therapy of Prostatic Symptoms) mit über 3000 BPH-Patienten. Bei ihnen war mehr als fünf Jahre lang der Verlauf der Erkrankung mit Placebo, bei Monotherapie mit Finasterid oder Doxazosin sowie bei der Kombination beider Substanzen untersucht worden.

Zu einer Progression der BPH kam es bei fünf Prozent der Patienten mit der Kombination, mit Doxazosin und Finasterid allein bei jeweils zehn Prozent und mit Placebo bei 17 Prozent. Einen akuten Harnverhalt hatten 0,5 Prozent der Patienten mit der Kombitherapie, 1,2 Prozent mit Doxazosin, 0,8 Prozent mit Finasterid und 2,4 Prozent bei Placebo. Eine Operation war bei einem Prozent der Patienten mit der Kombination nötig, bei zwei Prozent mit Finasterid, bei drei Prozent mit Doxazosin und bei fünf Prozent mit Placebo.

Deutlich unterschieden sich die Prostatavolumina: Sie nahmen sowohl mit Placebo als auch mit dem Alpha-Blocker um jeweils 18 Prozent zu. Mit der Finasterid-Monotherapie und mit der Kombination nahmen sie um 13 bis 16 Prozent ab.

Auch Männern mit Prostatakarzinomen in der Familienanamnese empfiehlt Tubaro die Kombination, da es starke Hinweise darauf gebe, daß diese Therapie krebspräventiv wirkt.

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