Ärzte Zeitung, 04.06.2004

Fünf MSF-Helfer in Afghanistan ermordet

Ärzte ohne Grenzen stellen Arbeit in Afghanistan ein / Taliban bekennen sich zur Tat

KABUL (dpa). Nach dem Mord an fünf ihrer Mitarbeiter stellt die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) ihre Arbeit in Afghanistan auf unbestimmte Zeit ein. Ausgenommen seien "lebensrettende Aktivitäten", teilte die Organisation gestern mit.

Am Mittwoch waren in der nordwestafghanischen Provinz Badghis eine Belgierin, ein Niederländer, ein Norweger und zwei Afghanen getötet worden. Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu der Tat. Es war der schwerste Anschlag auf eine ausländische Hilfsorganisation in Afghanistan seit dem Sturz der Taliban Ende 2001.

Die UN in Afghanistan verurteilten den Mord. Der UN-Sondergesandte Jean Arnault nannte den Angriff gestern "eine weitere tragische und inakzeptable Tat, die gegen die Gemeinschaft der Helfer gerichtet ist". Die Mörder müßten zur Verantwortung gezogen werden.

Topics
Schlagworte
Panorama (30367)
Organisationen
Ärzte ohne Grenzen (407)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »

Partydrogen immer höher dosiert

Wiener Experten schlagen Alarm: Partydrogen wie Ecstasy und Kokain werden nach ihren Erkenntnissen wegen höherer Dosierungen und Reinheit immer gefährlicher. mehr »