Ärzte Zeitung, 28.07.2008

Baby wird nach 21 Jahren im Kühlhaus bestattet

LONDON (dpa). Nach 21 Jahren im Tiefkühlschrank eines Londoner Leichenschauhauses soll jetzt ein Baby gegen den Willen der Eltern beigesetzt werden.

Die zuständige Behörde habe die Familie ultimativ aufgefordert, die Bestattung zu organisieren, berichtete die "Times". Andernfalls werde der 1987 im Alter von vier Monaten gestorbene Christopher Blum zwangsweise beigesetzt. Hintergrund ist ein Streit um die Todesursache.

Die Eltern bezweifeln, dass ihr Sohn Opfer eines plötzlichen Kindstodes wurde, wie damals ein Arzt diagnostizierte. Sie vermuten, dass der Junge an den Folgen eines kontaminierten Impfstoffes starb und wollen eine gerichtsmedizinische Untersuchung. Für die Aufbewahrung der Babyleiche zahlt der Vater wöchentlich 15 Pfund (19 Euro).

Topics
Schlagworte
Panorama (30667)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »