Ärzte Zeitung, 18.09.2008

Ärzte für die Dritte Welt erhalten Fresenius-Förderpreis

FRANKFURT/MAIN (Smi). Pünktlich zu ihrem 25-jährigen Gründungsjubiläum sind die Ärzte für die Dritte Welt mit dem Else-Kröner-Fresenius Förderpreis für medizinisch-humanitäre Hilfe ausgezeichnet worden.

Damit würdigt die Stiftung das langjährige Engagement der ärztlichen Hilfsorganisation in Kalkutta, wo diese unter anderem ein innovatives Programm zur Bekämpfung der Tuberkulose initiiert hat. Der Förderpreis ist mit 70 000 Euro dotiert.

In den Slums von Kalkutta ist die Tuberkulose weit verbreitet. Um die Krankheit einzudämmen, gehen Ärzte für die Dritte Welt neue Wege: Im Rahmen ihres Tbc-Programms beziehen sie die so genannten Heiler mit ein. Bislang seien diese medizinisch nicht ausgebildeten Heiler aufgrund ihres Halbwissens für die Menschen in den Slums eher eine Gefahr gewesen, teilt die Hilfsorganisation mit.

Jetzt würden sie durch Trainingsmaßnahmen in das Programm eingebunden und lernten, Tuberkulose zu diagnostizieren und die Patienten kontinuierlich zu behandeln, ohne wie bisher die Therapie frühzeitig abzubrechen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Ärzte können künftig Medizinalhanf verordnen

Nach jahrelanger Debatte regelt das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu. Krankenkassen müssen künftig die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »