Ärzte Zeitung, 06.01.2010

Mindestens sieben Kältetote in Deutschland

BIELEFELD (dpa). Mindestens sieben Obdachlose sind in diesem Winter in Deutschland bereits erfroren. Die Toten seien Männer im Alter zwischen 42 und 62 Jahren gewesen, teilte am Mittwoch die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe in Bielefeld mit.

Die meisten Obdachlosen starben in kleinen und mittelgroßen Städten. Dort sind die Hilfsangebote nach Ansicht der Wohnungslosenhilfe nicht ausreichend.

Die Betroffenen erfroren in den letzten beiden Dezemberwochen: einige am Straßenrand, andere in Bahnhöfen oder in verlassenen Gebäuden. Die Wohnungslosenhilfe fordert die Öffnung von U-Bahnstationen und Bahnhöfen als Schlafstätten sowie bessere Obdachlosenasyle. In Deutschland lebten 2008 rund 132 000 Menschen auf der Straße.

Lesen Sie dazu auch:
Großer Andrang in Berliner Notübernachtungen

Topics
Schlagworte
Panorama (30367)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromiss im Tauschhandel?

18:31 Kaum verkündet, war der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Doch jetzt soll der Koalitionsausschuss eine Einigung bringen. Offenbar bahnt sich ein Handel zwischen CDU und SPD an. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »