Ärzte Zeitung, 28.10.2015

"Ärzte ohne Grenzen"

Klinik im Jemen bombardiert

SANAA. Im Jemen ist ein von der Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" (MSF) unterstütztes Krankenhaus bei einem Luftangriff zerstört worden. Bei dem zweistündigen Luftschlag der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition am Montagabend wurde zudem ein Mitarbeiter verletzt.

Die Klinik in der Stadt Sada im Norden des Bürgerkriegslandes bietet 200.000 Menschen in der Region die einzige medizinische Versorgung.

"Dieser Angriff ist ein weiterer Beleg für die absolute Missachtung für Zivilisten im Jemen, wo Bombardements zum Alltag geworden sind", sagte der MSF-Missionschef, Hassan Boucenine.

Im Jemen kämpfen schiitische Huthi-Rebellen mit Verbündeten gegen Anhänger von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi. Sada ist eine Hochburg der Huthi-Rebellen. Eine sunnitische Militärallianz unter saudischer Führung bombardiert Stellungen der Aufständischen seit mehr als einem halben Jahr aus der Luft. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »

Partydrogen immer höher dosiert

Wiener Experten schlagen Alarm: Partydrogen wie Ecstasy und Kokain werden nach ihren Erkenntnissen wegen höherer Dosierungen und Reinheit immer gefährlicher. mehr »