Ärzte Zeitung, 24.08.2016

Babylotse

Programm wird ausgebaut

HAMBURG. Familien unterliegen zunehmenden Belastungen: wirtschaftliche Not und Arbeitslosigkeit, fehlende Integration, das Verschwinden von Familienstrukturen, Trennung oder Krankheit der Eltern. Das Programm Babylotse der gemeinnützigen Stiftung SeeYou des Katholischen Kinderkrankenhauses Wilhelmstift in Hamburg-Rahlstedt hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, die Chancen von Neugeborenen schon von Beginn an zu verbessern.

Besonders belastete Eltern können direkt in der Geburtsklinik Ängste und Nöte mit einer Babylotsin besprechen und erhalten passende Hilfsangebote. Die Beratung ist freiwillig und kostenlos und hilft, die Gesamtsituation der Familie nachhaltig zu stabilisieren.

Das Programm Babylotse, das 2015 mit dem CharityAward von Springer Medizin ausgezeichnet wurde, wird aktuell in weiteren zehn Geburtskliniken eingeführt. Bis zu 2000 Kinder erhalten dadurch jährlich einen besseren Start ins Leben. Ermöglicht wird der Ausbau durch Spenden der unabhängigen Bewegung "Deutschland rundet auf" in Höhe von 300.000 Euro, an der sich verschiedene Supermärkte beteiligen. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Was schützt wirklich vor der prallen Sonne?

Auch beim Sonnenschutz setzen immer mehr Menschen auf Naturprodukte. Forscher haben die Schutzwirkung von Samen und Ölen untersucht - mit zwiegespaltenem Ergebnis. mehr »

"Abwarten und Teetrinken geht nicht mehr"

Unser London-Korrespondent Arndt Striegler beobachtet die Brexit-Verhandlungen hautnah - und ist verwundert über die May-Regierung, während die Ärzte immer mehr in Panik verfallen. mehr »

Pflege bleibt Problembereich

Der Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen ist 2016 drastisch zurückgegangen. Die erweiterten Kontrolloptionen der Leistungsträger müssen aber erst noch Wirkung zeigen. mehr »