Ärzte Zeitung, 04.10.2016

Lachen wirkt!

Humor hilft Patienten mit Herzproblemen

Erste Ergebnisse einer Stuttgarter Pilotstudie vorgestellt.

Humor hilft Patienten mit Herzproblemen

Für Humor braucht man keine Clowns: Im Alltag tut Lachen Herzpatienten gut.

© Michael Neuhauß / fotolia.com

STUTTGART. Lachen ist die beste Medizin, heißt es. Dass Humor auch ganz konkret bei Patienten mit Herzproblemen helfen kann, zeigen die ersten Ergebnisse einer Pilotstudie am Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) in Kooperation mit der Fliedner Klinik Stuttgart.

Ende 2014 startete die Pilotstudie mit Patienten, die Angina pectoris und psychosomatischen Herzbeschwerden hatten. Vier Patientengruppen erhielten in jeweils sieben Treffen ein spezielles Humortraining. Insgesamt 31 Patienten im Alter zwischen 55 und 75 Jahren wurden beobachtet.

"Vor und nach dem Humortraining haben die Patienten Fragebögen zu Depression, Erheiterbarkeit und Stress bearbeitet", erklärt Professor Barbara Wild, Ärztin für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie von der Fliedner Klinik Stuttgart.

Vorher und nachher wurde bei den Patienten jeweils ein Belastungs-EKG gemacht und mittels einer Haarprobenanalyse der Gehalt des Stresshormons Kortisol gemessen.

Humor im Alltag erleben

Im Gruppentraining lernten die Teilnehmer spielerisch, sich ihren Humor im Alltag bewusster zu machen. Es wurden zum Beispiel Elemente aus dem Improvisationstheater, aber auch Grundlagen der Psychologie vermittelt.

"Humortraining scheint bei kardiologischen Patienten zu funktionieren. Sie sind danach weniger depressiv und leichter erheiterbar, es tut ihnen einfach gut. Das zeigt sich konkret auch in den kardiologischen Werten", so der Kardiologe Dr. Peter Ong. Auch die Auswertung des Stresshormons Kortisol in den Haarproben ergab Hinweise auf eine positive Veränderung.

Die detaillierten Ergebnisse der von der Eckart-von-Hirschhausen-Humor-Stiftung und dem Förderverein des RBK finanzierten Studie werden in einer Doktorarbeit ausgewertet und in einigen Monaten veröffentlicht. (eb)

[04.10.2016, 07:43:36]
Ralph Meyers 
Gesundheitsclown in der sozialpsychiatrischen Praxis
Seit 3 Jahren haben wir einen ausgebildeten Gesundheitsclown im Team unserer sozialpsychiatrischen Praxis.
Mit besten Ergebnissen für die Eltern - Kind - Interaktion bei angespannter innerfamiliärer Kommunikation und bei Jugendlichen und Heranwachsenden mit Angst- und Panikstörungen, Essstörungen und PTBS.
Nur leider akzeptiert die KV offiziell noch nicht dieses Berufsbild für die sozialpsychiatrische Versorgung und ist damit wieder mal der Zeit hinterher.  zum Beitrag »

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