Ärzte Zeitung, 26.01.2004

FUNDSACHE

Dänische Klorollen aus deutschen Akten

Die Akten deutscher Verkehrssünder enden als Klopapier auf dänischen Toiletten. Der Spezialreißwolf im Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg zerschreddert jährlich 150 Tonnen nicht mehr benötigter Unterlagen bis zur Unkenntlichkeit - der größte Teil davon kommt aus der Verkehrssünderkartei.

Der aus dem anfallenden Papier gewonnene Rohstoff werde im KBA abgeholt und in Dänemark vorwiegend zu Hygienepapier verarbeitet. "Wir vernichten garantiert alle auf Personen bezogene Daten so, daß sie nicht mehr nachvollziehbar sind", sagt KBA-Sprecherin Angela Bartholmae. Der Reißwolf zerschneide die Akten in klitzekleine Schnipsel. Diese werden anschließend zu großen Ballen zusammengepreßt.

Mit dem Ausbau der Computersysteme ist diese Form des Recyclings allerdings bald nicht mehr machbar. Wo dann der Nachschub an Papier in Dänemark herkommt, steht noch nicht fest. (dpa)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3194)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Ärzte können künftig Medizinalhanf verordnen

Nach jahrelanger Debatte regelt das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu. Krankenkassen müssen künftig die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »