Ärzte Zeitung, 08.03.2005

FUNDSACHE

Widerstand gegen das Handy-Diktat

Gaston hat vor wenigen Wochen sein Handy in die Seine geworfen. "Für mich ist dieses Ding ein rotes Tuch", sagt der 37jährige Geschäftsmann aus Paris. In Frankreich wächst die Zahl der Handy-Gegner.

Sie wehren sich gegen die immer gleichen Fragen ("Wo bist Du gerade?"), gegen lautstarke Gespräche in Bussen und Bahnen ("Die Verbindung ist schlecht, was sagst Du?") und gegen den Druck der Gesellschaft ("Wie kannst Du ohne Handy leben?").

Für die Gemeinde dieser resoluten Widerständler interessierten sich Forscher und Soziologen. Es sind Hausfrauen, Mütter, Geschäftsleute und Jugendliche, die sich dem Diktat der kontinuierlichen Kommunikation verweigern.

"Diese Leute sind keine Revoluzzer, aber sie wollen keine Sklaven der Schnellebigkeit werden", so der Philosoph Paul Virilio. "Ich bin kein Hund, den man herbeipfeift", sagt die 35jährige Buchhändlerin Françoise, die ein neues Handy nach kurzer Zeit verschenkt hat. (dpa)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3194)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

ALS ist mit Demenz eng verwandt

Stephen Hawking ist wohl der berühmteste Patient, der an Amyotropher Lateralsklerose leidet.Forscher haben nun herausgefunden, dass ALS und temporale Demenz eng verwandte Krankheitsbilder sind. Das könnte Einfluss auf das Diagnoseverfahren haben. mehr »

Innovationsfonds startet in die Versorgungsrealität

Der Innovationsfonds ist offiziell in die Umsetzungsphase gestartet. Die 300 Millionen Euro für das Jahr 2016 teilen sich 91 Versorgungs- und Forschungsprojekte. mehr »

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »