Ärzte Zeitung, 26.10.2005

FUNDSACHE

Käfer-Promiskuität hat ernste Folgen

Die Marienkäfer treiben’s ganz schön bunt. Und weil das so ist, grassieren unter den possierlichen Tierchen Geschlechtskrankheiten.

Über 90 Prozent der Marienkäfer einer Kolonie können davon im Laufe eines Sommers infiziert werden. Das haben Forscher um Mary Webberley von der Universität von Westaustralien in Perth in einer Studie an zweigepunkteten Marienkäfern (Adalia bipunctata) in Polen herausgefunden, wie das "Journal of Animal Ecology" vorab online berichtet.

Nach dem Überwintern beginnen Marienkäfer im Frühjahr, sich fleißig zu paaren. Alle zwei Tage wechseln die Käfer dabei ihre Partner und gehören so zu den paarungsfreudigsten Insekten. B

eim Geschlechtsakt wird jedoch auch eine Milbe übertragen, die weibliche Marienkäfer unfruchtbar macht. Allerdings geschieht dies erst drei Wochen nach dem Befall, und so bleibt noch genug Zeit zur Eiablage. Ein Aussterben der Tiere wird dadurch verhindert. (ddp.vwd)

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