Ärzte Zeitung, 24.03.2006

FUNDSACHE

Eine Stadt versinkt im kollektiven Blues

Die Organisatoren der Commonwealth-Spiele in Melbourne suchen derzeit Hilfe bei Psychologen, weil sie fürchten, der sportverrückten Stadt stehe nach dem Ende der Spiele am Sonntag eine große Depressionswelle bevor. Die Aufregung in der 3,6 Millionen Einwohner umfassenden Stadt sei so groß gewesen, daß viele Menschen nachher in ein Loch fielen, dem müsse man vorbeugen.

Wie die Zeitung "The Australian" im Internet berichtet, seien ähnliche Phänomene in den Olympiastädten Atlanta (1996) und Sydney (2000) beobachtet worden. In Melbourne könne sich das Problem noch potenzieren, da es in der Stadt innerhalb kürzester Zeit drei sportliche Großveranstaltungen gebe, so Ron Walker, Vorsitzender des Organisationskomitees der Commonwealth-Spiele.

Im Januar fanden die Australian Open im Tennis statt, vom 15. bis 26. März die Commonwealth Games, und im April folgt schließlich ein Grand-Prix der Formel 1-Piloten. Deutschland hat im übrigen nach der WM keine Depressionswelle zu fürchten, da sich das Phänomen auf einzelne Städte mit Mega-Events beschränkt. (Smi)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »