Ärzte Zeitung, 08.09.2006

FUNDSACHE

Den AU-Schein gibt’s vom Medizinmann

Arbeitnehmer in Simbabwe können sich künftig von Naturheilern und Medizinmännern bis zu einer Woche krankschreiben lassen. Der Vize-Gesundheitsminister Edwin Muguti bestätigte der staatlich kontrollierten Zeitung "The Herald" eine entsprechende Direktive.

Schulmediziner sollten Patienten zudem häufiger an die traditionellen Heiler überweisen. Es sei klar geworden, daß konventionelle Medizin nicht die Lösung für alle Gebrechen sei. Simbabwe folgt damit dem Beispiel seines Nachbarstaates Südafrika, der traditionelle Heiler bereits in sein Gesundheitssystem integriert hat.

Die durch eine knapp 1000prozentige Inflation in die Höhe geschnellten Kosten für konventionelle medizinische Behandlung sowie ein Exodus qualifizierter Ärzte und Krankenschwestern haben die Simbabwer in Scharen zu traditionellen Heilern wechseln lassen. Zulauf haben auch Quacksalber, die von sich behaupten, Aids heilen zu können. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »