Ärzte Zeitung, 17.10.2008

Fundsache

Wählen Sie: Benzin oder Sanitäter!

Der britische Rettungsdienst ist wegen der seit Jahresbeginn stark gestiegenen Benzinpreise in eine finanzielle Schieflage geraten, die in einigen Landesteilen die Patientenversorgung gefährdet. Wie aus Zahlen des Londoner Gesundheitsministeriums hervorgeht, müssen die Rettungsdienste des staatlichen britischen Gesundheitsdienstes National Health Service in diesem Jahr umgerechnet rund 27 Millionen Euro zusätzlich aufbringen, um Rettungswagen zu betanken.

Nach Angaben ärztlicher Berufsverbände bedeuten die steigenden Treibstoffpreise, dass viele Gesundheitsverwaltungen keine neuen Sanitäter mehr einstellen, um so ihren Haushalt auszugleichen. Patienten können also wählen: Entweder die Rettungswagen haben Benzin im Tank, damit sie fahren können. Oder aber es gibt ausreichend Sanitäter - dann aber bleiben die Krankenwagen ohne Benzin im Depot. (ast)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3194)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »