Ärzte Zeitung, 09.02.2009

Fundsache

Echsenkot entsorgt, Forscher frustriert

Verhängnisvoller Ordnungseifer: Der Putzdienst der Uni Leeds hat eine einzigartige Sammlung von Echsen-Exkrementen entsorgt und damit die Arbeit eines Forschers zerstört. Jahrelang hatte Daniel Bennett eine seltene Waran-Art auf den Philippinen für seine Doktorarbeit untersucht. Dafür trug er Kot-Proben zusammen, die er in der Uni lagerte. Nun hat eine Putzkolonne die 35 Kilo schwere Tasche mit den Exkrementen weggeworfen, wie Daniels der Zeitschrift "Times Higher Education" erzählte. "Für manche Leute mag das nur eine Tasche mit Echsen-Exkrementen gewesen sein. Für mich waren es sieben Jahre harter Arbeit", so Bennett. Er kündigte ein juristisches Nachspiel an. Der Verlust werde sein Leben für immer verändern. Die Hochschule teilte mit, sie habe sich entschuldigt. Zudem wies sie darauf hin, dass die Tasche nicht gekennzeichnet gewesen sei. (dpa)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3194)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »