Ärzte Zeitung, 16.03.2012

Highlights 1985

Nobelpreis für IPPNW findet geteiltes Echo

Nobelpreis für IPPNW findet geteiltes Echo

Oslo/Köln/Bonn, 11. Oktober 1985. Die Internationale Ärztevereinigung für die Verhütung eines Atomkrieges (IPPNW) erhält den Friedensnobelpreis.

Stellvertretend für die IPPNW werden der US-Kardiologe Bernhard Lawn und der stellvertretende sowjetische Gesundheitsminister Jewgeni Tschazow den Preis entgegennehmen. Bei der deutschen IPPNW-Sektion herrscht Jubel, sie erhofft sich auch stärkeren innerärztlichen Einfluss.

Die Bundesärztekammer reagiert kühl: Sie sieht in der IPPNW eine "Zeitgeisterscheinung", die in den vergangenen Jahren "viel Wirbel" gemacht habe. Am deutlichsten äußert sich CDU-Generalsekretär Heiner Geißler: Er bezeichnet die Entscheidung des Osloer Preiskomitees als "Schande".

Die Fehlentscheidung des Komitees sei Folge einer Tabuisierungsstrategie gegenüber den kommunistischen Menschenrechtsverletzungen.

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