Ärzte Zeitung, 26.04.2011

Buchtipp

Der Reaktor brennt noch immer

Nach zehn Minuten im Inneren des Reaktorgebäudes starb in einem hochradioaktiven Feld der erste von vier Männern, die sich aufgemacht hatten, das Innere des Sarkophages, der Schutzhülle um den explodierten Reaktor 4 in Tschernobyl, zu erkunden.

Heute lebt von der Gruppe nur noch Anatoly Tkachuk, 61, der ehemalige Sicherheitschef der Liquidatoren, der auf dem Reaktorgelände eingesetzten Arbeiter.

Tkachuk, damals KGB-General, hat in einer Art Dokufiktion, erzählt in der dritten Person, die Ereignisse des 26. April und der Folgezeit aufgeschrieben. Höhepunkt ist die Expedition ins Innere des "Monsters" und die Erkenntnis: "Der Reaktor brennt noch". (af)

Anatoly N. Tkachuk: "Ich war im Sarkophag von Tschernobyl", deutsch von Reinhard Deutsch, Verlag Styria Premium, Wien.

Topics
Schlagworte
Tschernobyl (49)
[26.04.2011, 14:32:32]
Dr. Daniel Mäder 
Spannende Lektüre
Ich habe mir dieses Buch nach einem Bericht bei Stern.TV gekauft und es über die Feiertage regelrecht verschlungen. Die literarische Verarbeitung des Erlebten durch den Autor liest sich sehr spannend. Eine nette Abwechslung zu den anderen trockenen Sachbüchern zum Thema und den zahlreichen Zeitungsartikeln der letzten Zeit. Ein interessantes Interview mit dem Autor gibt es auch auf Youtube:

http://www.youtube.com/watch?v=fx1Co3J-ebs&feature=player_profilepage zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »