Ärzte Zeitung, 09.12.2004

KOMMENTAR

Doping muß verboten bleiben!

Von Pete Smith

Für die Freigabe von Dopingmitteln plädieren britische und australische Wissenschaftler im "British Journal of Sports Medicine". Die Forderung ist nicht neu.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten haben sich immer mal wieder Prominente als Dopingbefürworter geoutet, darunter Sportärzte und Spitzensportler wie der ehemalige Radprofi Dietrich Thurau, die Eisschnellauf-Olympiasieger Karin Enke und Erhard Keller, der Ex-Sprinter Manfred Ommer und der heutige Fußball-Trainer Felix Magath.

Neu ist an der Forderung nur, daß sie an prominenter Stelle in einer angesehenen Sportmediziner-Zeitschrift abgedruckt wird. Denn die Argumente sind dieselben wie vor Jahren auch: daß die Freigabe von Anabolika und Epo zur Chancengleichheit im Sport beitrage und der Kampf gegen Doping nicht zu gewinnen sei. Mit letzterem Argument ließe sich auch die uneingeschränkte Legalisierung aller Drogen rechtfertigen.

Doping muß verboten bleiben! Die Signalwirkung, die eine Freigabe auf Kinder und Jugendliche hätte, wäre fatal. Die Geschichte hat gezeigt, daß selbst Spitzensportler die Folgen jahrelangen Anabolikakonsums nicht abzuschätzen wußten. Wie sollten dies Kinder können? Gerade Ärzte müssen sich öffentlich gegen Doping wehren, wie es übrigens auch der Weltärztebund 1999 vorgegeben hat.

Lesen Sie dazu auch:
Wissenschaftler plädieren für Doping-Freigabe

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