Ärzte Zeitung, 27.06.2011

Bahr: Zuerst großes Examen, dann Praktisches Jahr

Bahr: Zuerst großes Examen, dann Praktisches Jahr

Gesundheitsminister Daniel Bahr will den angehenden Ärzten mehr Freude am Beruf vermitteln.

© Elke Hinkelbein

BERLIN (af). Medizinstudierende werden es vielleicht bald leichter haben. Der theoretische und der praktische Teil der Ausbildung sollen prüfungstechnisch voneinander getrennt werden.

Mit diesem gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" geäußerten Vorschlag will Gesundheitsminister Daniel Bahr angehenden Ärzten mehr Freude am Beruf vermitteln.

Demnach sollen die Studierenden das Praktische Jahr erst nach der schriftlichen Abschlussprüfung antreten müssen.

Frühestens Anfang 2012 möglich

Ein konkretes Datum für die Änderung der Approbationsverordnung könne noch nicht genannt werden, frühestens möglich sei Anfang 2012, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums der "Ärzte Zeitung".

Zuvor müsse eine Neuregelung die Gremien des Bundesrats durchlaufen und von der Länderkammer genehmigt werden. Für bereits Studierende seien Übergangsregelungen geplant.

Lesen Sie auch:
Bahr im Interview mit der "Ärzte Zeitung": "Wir tun sehr viel für Hausärzte"

[27.06.2011, 20:07:57]
Dr. Ulrich Hänsel 
Alter Wein in neuen Schläuchen
Nun wird es also wie bei uns früher, erst lernen, dann Examen,
dann die (Probe-)Arbeit vor der Approbation.

Warum musste man erst das Hammerexamen (durch das sich unser Sohn gerade quält) dazwischen ausprobieren, also nach dem Herausnehmen aus den Lernprozess nach einem Jahr Arbeit dann plötzlich alles wissen müssen?

In Herdecke wollen die beim praktischen Examen Schauspieler als Patienten einsetzen, wir haben Examen mit Hilfe von richtigen Patienten gemacht, ticken die eigentlich an den grünen Tischen alle noch richtig? zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »