Ärzte Zeitung, 03.12.2012

Bremen

Ein Arzt soll Senator für Gesundheit werden

Die SPD in Bremen präsentiert rasch einen Nachfolger für die zurückgetretene Senatorin Renate Jürgens-Pieper: Dr. Hermann Schulte-Sasse.

BREMEN. Ein Arzt soll Senator werden. Dr. Hermann Schulte-Sasse (parteilos), Internist und ehemaliger Staatsrat für die Bereiche Gesundheit, Verbraucherschutz und Frauen in Bremen, wird voraussichtlich neuer Gesundheitssenator im rot-grünen Senat an der Weser.

Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) wollte den Mediziner am Freitag dem Landesvorstand seiner Partei vorschlagen.

Schulte-Sasse, 1948 geboren, studierte Medizin in Hannover und Heidelberg und war unter anderem Oberarzt am Institut für klinische Pharmakologie am Bremer Klinikum Mitte (KBM).

Ende der 90er Jahre leitete er den Stabsbereich Medizin des AOK Bundesverbandes in Bonn. Später ging er als Abteilungsleiter für Krankenversicherung und Krankenhauswesen ans Bundesgesundheitsministerium nach Berlin.

Bis zum Beginn der laufenden Legislaturperiode war Schulte-Sasse Staatsrat unter anderem für Gesundheit in Bremen.

Quante-Brandt wohl neue Bildungs- und Wissenschaftssenatorin

Schulte-Sasse folgt der SPD-Politikerin Renate Jürgens-Pieper auf den Senatorensessel. Sie war für Bildung und Gesundheit zuständig.

Jürgens-Pieper hatte Anfang der Woche wegen bildungspolitischer Querelen mit dem Grünen Koalitionspartner ihren Rücktritt angekündigt. Nun werden ihre beiden Ressorts wieder getrennt.

 Neue Bildungs- und Wissenschaftssenatorin wird vorraussichtlich Eva Quante-Brandt (SPD). Sie ist derzeit Bremens Bevollmächtigte beim Bund.

Gewählt werden können die beiden neuen Senatoren in der Bürgerschaftssitzung am 13. Dezember. Einen Tag zuvor muss aber der SPD-Landesparteitag der Wahl beider Kandidaten zugestimmt haben. (cben)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »