Ärzte Zeitung, 24.11.2014

Niedersachsen

Schnelle Diagnostik bei Verdacht auf Ebola

Gerüstet für den Ernstfall bei Ebola-Verdacht: Niedersachsen verbessert seine Labordiagnostik.

HANNOVER. Das niedersächsische Landesgesundheitsamt hat in seinem Hochsicherheitslabor eine Labordiagnostik auf Ebola-Viren eingerichtet. Das Probenmaterial wird hier im Auftrag der kommunalen Gesundheitsämter untersucht.

Deren Aufgabe ist es, über alle Infektionsschutzmaßnahmen beim Auftreten eines Ebola-Verdachtsfalls zu entscheiden und diese zu koordinieren. Das teilte das Landesgesundheitsamt Niedersachsen mit.

 Für die Diagnostik im Landesgesundheitsamt werden die Proben zunächst inaktiviert, hieß es. Danach kann das Probenmaterial im hauseigenen Labor der Sicherheitsstufe L3 auf Ebola-Viren untersucht werden. Das Ergebnis liege nach wenigen Stunden vor.

Ebola-Verdachtsfälle müssen den kommunalen Gesundheitsämtern umgehend gemeldet werden. Die Entscheidung, ob es sich bei einem Erstverdacht auf Ebola-Fieber um einen begründeten Verdachtsfall handelt, erfolgt auf der Grundlage von Kriterien, die das Robert Koch-Institut in einer Hilfestellung für Ärzte zusammengestellt hat.

Dazu gehört etwa, ob ein Erkrankter mit entsprechenden Krankheitssymptomen tatsächlich Kontakt zu Ebolafieber-Fällen in einem der betroffenen Länder hatte. Für eine Risikoeinschätzung und Bewertung von Verdachtsfällen stehen die kommunalen Gesundheitsämter bereit. (cben)

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