Ärzte Zeitung, 08.01.2016

Kinderwunsch

Bund fördert Unverheiratete

BERLIN. Die Bundesregierung öffnet die finanzielle Förderung von Kinderwunschbehandlungen für unverheiratete Paare.

Die geänderte Richtlinie "Unterstützung von Maßnahmen der assistierten Reproduktion" ist am Donnerstag in Kraft getreten, teilte das Bundesfamilienministerium mit.

Moderne Familienpolitik müsse sich an den Lebenswirklichkeiten orientieren, sagte Ressortministerin Manuela Schwesig (SPD). "Familie ist da, wo Menschen bereit sind, füreinander einzustehen und dauerhaft Verantwortung zu übernehmen."

In der alten, seit April 2012 geltenden Förderrichtlinie hieß es: "Zuwendungsempfänger sind Ehepaare". Zudem wurde auf die Vorgaben des Paragrafen 27a SGB V verwiesen, auch dort wird die Ehe als Voraussetzung genannt.

Künftig können Paare Unterstützung vom Bund erhalten, die ihren Wohnsitz in einem der sechs Bundesländer mit eigenen Förderprogrammen (Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) haben und eine IvF- oder ICSI-Behandlung vornehmen lassen möchten.

Sie können zusätzlich zur Länderförderung einen Zuschuss von bis zu 25 Prozent des Eigenanteils erhalten, der ihnen nach Abzug des Kassenanteils verbleibt. (fst)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Diabetes-Risiken sind alarmierend häufig

Mehr als 21.000 Passanten in Einkaufszentren haben in den vergangenen zehn Jahren bei der Aktion "Gesünder unter 7" ihr Diabetes-Risiko abklären lassen. Die Ergebnisse sind dramatisch. mehr »

"Man schafft viel"

Anja Junker ist "Ärztin ohne Grenzen": Vier Einsätze in Afrika und Südamerika hat die 43-Jährige für die Organisation absolviert. Manche brachten sie an die Grenze der Erschöpfung. mehr »

Lösung für Hygienemuffel

Ärzte in Kliniken sind anscheinend oft größere Hygienemuffel als ihre Patienten. Denn sie desinfizieren sich seltener die Hände – gerade in sensiblen Bereichen. mehr »