Ärzte Zeitung, 07.08.2015

Sachsen

Zentrum für Arzneisicherheit gegründet

LEIPZIG. Die Uniklinik und die Universität Leipzig haben ein gemeinsames Zentrum für Arzneimittelsicherheit (ZAMS) gegründet. Es will dazu beitragen, Patienten den bestmöglichen Schutz vor unerwünschten Arzneiwirkungen zu bieten.

Die Leitung des interdisziplinär arbeitenden Zentrums haben Roberto Frontini (Direktor der Krankenhausapotheke am Uniklinikum Leipzig) und der Professor für Klinische Pharmazie, Thilo Bertsche, übernommen.

Zu den Aufgaben des Zentrums gehört die Schulung von Ärzten, Apothekern und Pflegekräften. Außerdem wird beispielsweise untersucht, welche Informationen Patienten benötigen, damit sie ihre Medikamente über einen längeren Zeitraum hinweg korrekt einnehmen.

Auch Personen im Umfeld des Patienten werden aufgeklärt, zum Beispiel Lehrer chronisch erkrankter Kinder oder Menschen, die ältere Angehörige pflegen.

Zu den Projekten des Zentrums gehört zudem die intensive pharmazeutische Betreuung von Patienten mit Nierenfunktionsstörungen, da Arzneimittel bei einer beeinträchtigten Niere oft schlecht ausgeschieden können und die Gefahr einer toxischen Konzentration besteht. (lup)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »