Ärzte Zeitung, 07.05.2008

Neuer Dachverband soll Fachärzte besser vertreten

Bislang wollen sich 19 Berufsverbände dem "Spitzenverband Deutscher Fachärzte" anschließen / Gründungsversammlung am 18. Mai geplant

BERLIN (fst). Kurz vor dem Deutschen Ärztetag in Ulm wird sich der "Spitzenverband Deutscher Fachärzte" als neuer Dachverband selbstständiger fachärztlicher Berufsverbände etablieren.

Die Gründungsversammlung ist für den 18. Mai geplant, der Spitzenverband soll seine Geschäftsstelle in Berlin unterhalten und die Rechtsform eines eingetragenen Vereins haben. Als Ziel des Verbands heißt es in der am 29. April beschlossenen Satzung, er solle "die fachübergreifenden Interessen der an der fachärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte" vertreten. Dabei sollten "fachärztliche Belange" und die "innerärztliche Kooperation" gefördert werden. Weiterhin wird die Vertretung "gemeinsamer fachärztlicher Belange" gegenüber "Institutionen der ärztlichen Selbstverwaltung, Kostenträgern, Exekutive und Legislative" als Ziel genannt.

Berufsverband der Internisten ist nicht Mitglied im Spitzenverband.

Ordentliches Mitglied kann "jeder bundesweit tätige selbstständige deutsche ärztliche Berufsverband werden, der ein Gebiet und/oder einen Schwerpunkt der fachärztlichen Versorgung nach der (Muster-)Weiterbildungsordnung (M)WBO vertritt", heißt es in der Satzung.

Verbände, die gebietsübergreifend fachärztliche Interessen vertreten, können außerordentliches Mitglied ohne aktives Stimmrecht werden. Dabei wird sich die Stimmenzahl der Verbände in der Mitgliederversammlung nach deren gezahltem Beitrag richten. Bisher haben sich 19 Berufsverbände dem Dachverband angeschlossen.

Dazu gehören die Berufsverbände der Chirurgen, Augenärzte, Dermatologen, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Laborärzte, Ärzte für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Nervenärzte, Pathologen, Ärzte für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie, Urologen, Nuklearmediziner, Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Humangenetiker, Radiologen, Kardiologen, Gastroenterologen, niedergelassene Hämatologen und Onkologen, Belegärzte sowie der Berufsverband für Ambulantes Operieren.

Nicht dabei ist der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI). Schon beim ersten Anlauf zur Gründung des neuen Dachverbands im November 2007 hatte Verbandschef Dr. Wolfgang Wesiack gefordert, ein interdisziplinärer Facharztverband müsse Niedergelassene und Krankenhausärzte in sich vereinen.

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (17360)
Personen
Wolfgang Wesiack (234)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »